Volkshochschulen in NRW verstärken rund um den Digitaltag ihre Aufklärung zum Schutz vor Risiken im digitalen Raum
Volkshochschulen in NRW beteiligen sich am Programm rund um den bundesweiten Digitaltag am 26. Juni 2026.
Volkshochschulen in NRW verurteilen Kehrtwende in der Integrationspolitik: „Gefahr für Zusammenhalt und wirtschaftliche Entwicklung“
vhs-Landesverband nimmt Stellung zum aktuellen Zulassungsstopp zu Integrationskursen.
Volkshochschulen in NRW fordern vom Land die zugesagte Finanzierung des pädagogischen Personals
Düsseldorf. „Stillstand heißt Rückschritt.“ Mit diesen Worten hat der Präsident des Landesverbandes der Volkshochschulen von NRW, Klaus Hebborn, den Haushaltsansatz der Landesregierung für die Weiterbildung im kommenden Jahr kritisiert. Entgegen ursprünglicher Zusagen stagniert der Betrag, mit dem das Land das pädagogische Personal an Volkshochschulen finanziert, auf dem Niveau von 2025. „Damit steigt auch an diesem Punkt die finanzielle Belastung der Kommunen“, erklärt Hebborn. Denn Träger der Volkshochschulen sind die Städte, Gemeinden und Landkreise. Ohne die vereinbarte Erhöhung der Landeszuweisung bleiben Tarifsteigerungen und steigende Kosten allein an ihnen hängen. Im Zuge der Novellierung des Weiterbildungsgesetzes hatte der NRW-Landtag im Sommer 2021 beschlossen, die Landeszuweisung an die Volkshochschulen jährlich um zwei Prozent zu erhöhen. Doch schon für dieses Jahr wurde dieses Plus halbiert und für 2026 soll es gar keine Erhöhung geben. Angesichts einer Kostensteigerung, die in den Jahren seit der Novellierung durchgehend über zwei Prozent lag, bedeutet dies eine Deckungslücke von fast 9 Millionen Euro im Jahr 2026. „Volkshochschulen sind Zukunftsorte in den Kommunen. Mit ihrem differenzierten Weiterbildungsangebot sorgen sie dafür, dass die breite Bevölkerung niedrigschwellig und gleichberechtigt Zugang zu Bildung erhält. Das kann nur gelingen, wenn das Land in vollem Umfang zu seiner Verantwortung für das pädagogische Personal steht“, verdeutlicht Hebborn. Analog zu anderen Teilen des Bildungswesens besteht die komplementäre Aufgabe der Kommunen darin, die bauliche und technische Infrastruktur sowie die Verwaltung zu unterhalten. Im Rahmen ihrer 79. Mitgliederversammlung im Rathaus der Stadt Hagen appellierten die Delegierten an das Land, zu seinen Finanzzusagen zu stehen. Weder sei den Kommunen ein höherer Zuschussbedarf zuzumuten, noch sei es vertretbar, den Teilnehmenden höhere Gebühren abzuverlangen. Es müsse das gemeinsame Ziel von Volkshochschulen, Kommunen und Land sein, gerade in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten einen günstigen Zugang zu Angeboten des lebenslangen Lernens zu erhalten. Die Volkshochschulen von NRW wählten in ihrer 79. Mitgliederversammlung ihre Gremien neu: Präsident Klaus Hebborn und Vizepräsidentin Dr. Marie Batzel, Leiterin der Kölner VHS, wurden beide in ihren Ämtern bestätigt. Neuer Vizepräsident ist Dr. Thomas Erler, Leiter der vhs Mönchengladbach. Esther Joy Dohmen (vhs Münster) ist künftig im Verband zuständig für Belange rund um das Thema Diversität. Als neue Mitglieder wurden außerdem Miriam Erkens (vhs Overath & Rösrath), Nicole Grüdl-Jakobs (vhs Remscheid) und Stephan Straub (vhs Dortmund) ins Präsidium gewählt. Das Präsidium ist das höchste Organ des Verbands nach der Mitgliederversammlung. Es trifft strategische Entscheidungen und überwacht die Arbeit des Aufsichtsrats. Dem Gremium gehören auch Vertreter*innen der kommunalen Spitzenverbände in NRW sowie der demokratischen Landtagsfraktionen an. Die Volkshochschulen in den fünf Regierungsbezirken sind durch ihre gewählten Vorsitzenden im Präsidium vertreten. Klaus Hebborn, früherer Beigeordneter für Bildung, Kultur und Sport beim Deutschen Städtetag, steht seit Juni 2020 an der Spitze des Landesverbandes der Volkshochschulen von NRW. Der Verband ist die größte Landesorganisation der Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen und vertritt seit Gründung im Jahr 1947 die bildungspolitischen und finanziellen Interessen von 131 Volkshochschulen in kommunaler Trägerschaft sowie von zwei Einrichtungen in anderer Trägerschaft. Er ist ein eingetragener und gemeinnütziger Verein, dessen Mitglieder die Kommunen als Träger der Volkshochschulen sind. Die Arbeit finanziert sich durch Einnahmen aus Zertifikatsprüfungen, aus den Mitgliedsbeiträgen der Kommunen und aus Zuschüssen des Landes Nordrhein-Westfalen. An der Spitze des Präsidiums des vhs-Landesverbands NRW (v.l.): Vizepräsidentin Dr. Marie Batzel (Kölner VHS), Präsident Klaus Hebborn und Vizepräsident Dr. Thomas Erler (vhs Mönchengladbach): Foto: Franziska Michels, Stadt Hagen
20 Jahre Integrationskurs: Volkshochschulen und Kommunen fordern Kurskorrekturen für gelingende Integration

Pressemitteilung vom 18.11.2025 Köln / Düsseldorf. Seit 20 Jahren können Zugewanderte im Integrationskurs die deutsche Sprache lernen und einen Überblick über Regeln des Zusammenlebens in Deutschland erhalten. Seit Beginn findet der größte Anteil an Integrationskursen jährlich an Volkshochschulen statt. Der Landesverband der Volkshochschulen von NRW nimmt dies zum Anlass, um gemeinsam mit der Kölner Volkshochschule eine zweitägige Integrationskonferenz auszurichten. Sie wird unterstützt von den kommunalen Spitzenverbänden in NRW. Rund 300 Gäste aus Politik und Gesellschaft, Verwaltung und Wissenschaft werden am ersten Konferenztag erwartet. Es geht darum, die Erfolgsgeschichte des Integrationskurses zu würdigen und gleichzeitig auf finanzielle und administrative Missstände aufmerksam zu machen. „Der Bund hat den Integrationskurs als zentrales Bildungsangebot geschaffen, damit Zugewanderte in Deutschland gut Fuß fassen und sich neue Lebensperspektiven erschließen können“, sagt Celia Sokolowsky, Vorstandsvorsitzende des vhs-Landesverbands. „Doch gleichzeitig drosselt der Bund seinen Integrationsmotor, indem er zu wenig Geld bereitstellt, zu viel Bürokratie fordert und immer weniger Spielraum zulässt, um auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden einzugehen.“ Erneut sind die Volkshochschulen und andere Kursträger in diesem Jahr mit Unsicherheiten in der Kursfinanzierung konfrontiert. Nachdem das zuständige Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) im September zunächst angekündigt hatte, die Kursabrechnung teilweise auf das nächste Jahr schieben zu müssen, hat der Bund nun vergangene Woche eine Aufstockung der Haushaltsmittel beschlossen. Die Mittel für 2026 bleiben weiterhin knapp kalkuliert. Volkshochschulen beklagen zudem die strukturelle Unterfinanzierung der Integrationskurse: Pro Unterrichtsstunde und Teilnehmer*in erstattet das BAMF den Kursträgern 4,58 Euro. Zum 1. November hat das BAMF diesen Betrag ab dem 17. Teilnehmenden auf 2,40 Euro verringert. Eine vollständige Kostenerstattung müsste hingegen 6,64 Euro betragen. Als Träger der Volkshochschulen müssen in NRW die Städte, Gemeinden und Landkreise für den Fehlbetrag aufkommen. Zudem hat das BAMF die Wiederholungsstunden im regulären Integrationskurs gestrichen. Für die Teilnehmenden ist es dadurch schwieriger geworden, das geforderte Sprachniveau für den beruflichen Einstieg zu erreichen. Auch der Bedarf an Berufssprachkursen ist mit den vorgesehenen Haushaltsmitteln nicht gedeckt. Ihre Kritikpunkte und Forderungen haben Kommunen und Volkshochschulen in NRW in einer gemeinsamen Erklärung zur Integrationskonferenz zusammengefasst. „Deutschland, besonders Nordrhein-Westfalen, ist seit langem ein Einwanderungsland. NRW bietet mit seiner landesgeförderten Integrationsinfrastruktur eine bundesweit einzigartige Unterstützung. Gelingende Integration und Teilhabe sind aber gemeinschaftliche Aufgaben. Für eine Steuerung und resiliente Aufstellung von Integrationsprozessen sind eine verlässliche Finanzierung und flexible Gestaltung von Integrations- und Sprachkursen durch den Bund unerlässlich. Denn Sprache ist der Schlüssel zur erfolgreichen Integration, vor allem auf dem Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft. Dabei sind die Integrationskurse ein ganz zentrales Instrument. Auch im Rahmen der Integrationsministerkonferenz (IntMK) bringt Nordrhein-Westfalen regelmäßig Beschlussvorschläge ein, die neben der finanziellen Auskömmlichkeit auch eine bedarfsgerechte Ausgestaltung der Kurse sowie eine Verbesserung der Verzahnung der Sprachförderformate im Gesamtprogramm Sprache fordern“, sagt Josefine Paul, Integrationsministerin des Landes NRW, bei der Eröffnung der Integrationskonferenz in Köln. Nordrhein-Westfalen ist aktuell Vorsitzland der Integrationsministerkonferenz der Länder. „Wie gestalten wir eine Zukunft, in der Teilhabe und Integration wirklich gelingen?“ Um diese Frage dreht sich die Diskussion am Nachmittag. Auf dem Podium werden neben BAMF-Präsident Dr. Hans-Eckhard Sommer auch das zuständige Landesministerium, die Arbeitsagentur, sowie Kommunen und Volkshochschulen in NRW vertreten sein. Neben wissenschaftlichen Vorträgen, die „20 Jahre Integrationskurs“ gesellschafts- und sprachwissenschaftlich beleuchten, werden auch die Stimmen von Zugewanderten der Diskussion Impulse geben. Teilnehmende von Integrationskursen an der Kölner VHS und an der vhs Volmetal verdeutlichen in Video-Interviews die Bedeutung eines guten Integrationsmanagements, damit es Menschen gelingt, Hindernisse zu überwinden und persönliche Potenziale zu entfalten. Weitere Informationen unter https://www.vhs-nrw.de/presse/ Kontakt: Simone KaucherLandesverband der Volkshochschulen von NRWReferentin für Presse/ÖffentlichkeitsarbeitTelefon: 0211 542141-16E-Mail: kaucher@vhs-nrw.de
100 Volkshochschulen aus ganz NRW zu Gast in Aachen
Leitungen beraten, wie Volkshochschulen das Leben vor Ort mitgestalten.
Volkshochschulen in NRW setzen sich mit landesweitem Aktionstag für eine starke Demokratie ein
Düsseldorf. Demokratie braucht Dialog. Beim erstmaligen, landesweiten vhs-Aktionstag am Freitag, 4. Juli 2025, schaffen rund 30 Volkshochschulen in NRW ein Demokratie-Erlebnis im öffentlichen Raum. Auf Marktplätzen, in Fußgängerzonen und an anderen zentralen Orten in Städten und Gemeinden laden sie dazu ein, ganz spontan und mitten im Alltag einen Moment des Miteinanders und der Mitwirkung zu erleben. Zu dem Aktionstag aufgerufen hat der Landesverband der Volkshochschulen von NRW. „Uns beunruhigt, dass gesellschaftliche Debatten immer mehr in voneinander getrennten Echokammern geführt werden, wo man sich unter Gleichgesinnten Bestätigung sucht und von anderen Meinungen abgrenzt. Demokratie braucht den offenen Austausch und muss auch Kontroversen aushalten. Den fairen Streit immer wieder zu trainieren, ist ein zentrales Anliegen der Volkshochschulen“, sagt der Präsident des vhs-Landesverbandes Klaus Hebborn. Mit dem Aktionstag wollen die Volkshochschulen deutlich machen, dass sie sich als offene Orte verstehen, wo sich Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Orientierungen frei von Diskriminierungen treffen und im gegenseitigen Respekt miteinander und voneinander lernen können. So werden unter anderem auf dem Moerser Neumarkt, auf dem Kirchplatz in Schloß Holte-Stukenbrock und auf dem Stadtteilfest in der Dortmunder Nordstadt großformatige Bodenzeitungen für Aufsehen sorgen. Statements zu aktuellen gesellschaftspolitischen Fragen sollen Passant*innen miteinander ins Gespräch bringen. In Waltrop kooperiert die Volkshochschule mit dem örtlichen Kinder- und Jugend-Parlament. Dessen Mitglieder haben Denkzettel zur Demokratie verfasst und werden damit ein Fahrrad dekorieren, das unweit des Krankenhauses die Neugier der Besucher wecken und zum Nachdenken anregen soll. In Erftstadt lädt die Volkshochschule auf einen Kaffee ein, um sich darüber auszutauschen, was der oder die Einzelne für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen kann. Und wer in Leichlingen am Aktionstag den Fußabdrücken in Richtung Marktbrunnen folgt, der wird dort auf eine Demonstration von Gartenzwergen treffen, die mit Transparenten für eine starke Demokratie einstehen. In Gelsenkirchen können Passant*innen lebensgroßen Puppen bei der Zeitungslektüre über die Schulter schauen. Schüler*innen des Zweiten Bildungswegs an der vhs Gelsenkirchen haben in die überdimensionierten Zeitungen geschrieben, welche Grundrechte ihnen besonders wichtig sind. Die vhs Köln wird am Aktionstag auf dem Alter Markt am Rathaus präsent sein, wenn zeitgleich das Straßenfest der ColognePride Hunderttausende in die Kölner Innenstadt lockt. Passant*innen können ihre Wünsche an die Demokratie an einer „Wäscheleine“ anbringen und sich mit spontanen Komplimenten gegenseitig eine „warme Dusche“ spenden. In Höxter kooperiert die Volkshochschule mit dem König-Wilhelm-Gymnasium. Auf dem Marktplatz zeigen Schüler*innen Exponate ihres Kunstprojekts „Man darf alles sagen…“. Der Mittelstufenchor plant in der Altstadt einen Flashmob mit Liedern gegen Rassismus. Und auch auf dem Langenfelder Wochenmarkt dürfen Besucher*innen auf musikalische Einlagen gespannt sein. Dort werden immer zur vollen Stunde Beiträge zum Langenfelder Demokratiesong-Contest zu hören sein. Einen Überblick der Standorte bietet die Online-Karte auf dieser Website.
Volkshochschulen in NRW stärken digitale Teilhabe mit besonderen Programmangeboten rund um den Digitaltag

Mehr als 20 Volkshochschulen in NRW beteiligen sich am Programm rund um den bundesweiten Digitaltag am 27. Juni 2025.
Landesverband der Volkshochschulen von NRW unterzeichnet Charta der Vielfalt: vhs will Spiegel der Gesellschaft sein
Bekenntnis zu einer Organisationskultur, die der gesellschaftlichen Vielfalt auch innerhalb der Einrichtungen Rechnung trägt.
Volkshochschulen in NRW begrüßen Erklärung des Landesweiterbildungbeirats: Starkes Engagement für Alphabetisierung und Grundbildung
NRW soll sich federführend für die Fortsetzung der AlphaDekade einsetzen.