Innovationsprojekt zeigt Möglichkeiten von Virtual Reality (VR) im Sprachunterricht

VHS Dortmund dokumentiert ihre Erfahrungen

Virtual Reality (VR) eröffnet neue Wege, um das Sprachangebot an Volkshochschulen innovativ zu erweitern und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln. VR-Technologien ermöglichen einen immersiven, erlebnis- und handlungsorientierten Ansatz, der den Erwerb kommunikativer und interkultureller Kompetenzen unterstützt. Durch den Einsatz von 360-Grad-Anwendungen und VR-Umgebungen können Lernende in realitätsnahe Sprachsituationen eintauchen und fremde Länder und Regionen sowie deren kulturelle Besonderheiten virtuell erkunden – und erleben.

Die Volkshochschule Dortmund hat sich das Ziel gesetzt, Angebote im Sprachenbereich interaktiver, erlebnisorientierter und immersiver zu gestalten – auch um neue Zielgruppen zu erreichen. Im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025 wurde das Projekt „360 Grad Videos und Virtual Reality im VHS-Sprachenbereich“ durchgeführt, gefördert mit Mitteln aus dem Innovationsfonds für die Weiterbildung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW. Ziel des Innovationsfondsprojekts war es, die Potenziale von 360-Grad- und VR-Anwendungen für den Sprachbereich an Volkshochschulen als Ergänzung zum klassischen Sprachunterricht nutzbar zu machen und neue Formate unter Einsatz von VR-Technologie zu entwickeln – insbesondere im Bereich der interkulturellen Bildung.

Dozent*innen und Weiterbildungslehrkräfte der VHS Dortmund wurden im Rahmen des Projekts in Workshops und Einzelcoachings für den Einsatz von VR-Technologie qualifiziert und entwickelten, erprobten und reflektieren Unterrichtsprojekte und Veranstaltungsformate mit verschiedenen VR-Anwendungen (u.a. mit Wander VR, Mondly VR, Escape Artist, Virtual Speech und Thinglink).

Lehrende erlebten die VR-Methoden als Möglichkeit einer innovativen Unterrichtsgestaltung und als motivierende Ergänzung, die Sprache erlebbar werden lässt und authentische Sprechanlässe schafft. Die Befragung der Kursteilnehmenden hat bestätigt, dass der Einsatz der VR-Anwendung überwiegend als bereichernde Ergänzung des Unterrichts wahrgenommen wurde. Besonders positiv wurden die Konzentration auf die Lerninhalte und die aktive Sprachanwendung bewertet sowie die Möglichkeit, sich in die virtuelle Lernumgebungen hineinzuversetzen.  

Leitfäden als Orientierungshilfe

Die Projekterfahrungen wurden in Handlungsleitfäden dokumentiert. Diese sind über die Webseite der VHS Dortmund abrufbar. VHS Dortmund: Hinweise für den Einsatz von VR-Brillen (in Sprachkursen) Die Handlungsleitfäden dienen als praxisnahe Orientierungshilfe für Lehrende und als Grundlage für Fortbildungsangebote für Lehrende (auch an anderen Volkshochschulen). Best-Practise-Beispiele der am Projekt beteiligten Lehrenden zeigen, wie VR als innovative und interaktive Methode eingesetzt werden kann, um das Lernen von Sprache zu unterstützen. Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die methodisch-didaktische Einbettung der VR-Anwendungen.

Fotos: vhs Dortmund / Marta Bamberg
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Volkshochschule Dortmund
Kampstraße 47
44137 Dortmund
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