Engagierte Kämpferin für Chancengerechtigkeit
Die nordrhein-westfälischen Volkshochschulen trauern um ihre langjährige Wegbegleiterin und Fürsprecherin Prof. Dr. Rita Süssmuth. Die frühere Bundesministerin und Bundestagspräsidentin stand von 1988 bis 2015 als Präsidentin an der Spitze des Deutschen Volkshochschul-Verbandes und blieb den Volkshochschulen bis zuletzt als Ehrenpräsidentin des vhs-Dachverbands eng verbunden.
Für ihre klare Haltung und ihr engagiertes Eintreten für lebenslanges Lernen, für Chancengerechtigkeit und für ein universelles Recht auf gesellschaftliche Teilhabe wurde sie von den Volkshochschulen bundesweit und in NRW verehrt. Prof. Dr. Rita Süssmuth verstand Integration nicht als einseitige Verpflichtung Zugewanderter, sondern als einen wechselseitigen Lernprozess. Insbesondere betonte Prof. Dr. Rita Süssmuth auch immer wieder den hohen Stellenwert von Grundbildungsangeboten der Volkshochschulen, die Menschen in jedem Lebensalter die Chance eröffnen, sich grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten anzueignen.
Die starke Verbundenheit der nordrhein-westfälischen Volkshochschulen mit Prof. Dr. Rita Süssmuth zeigte sich auch bei der Jubiläumsfeier zum 75-jährigen Bestehen des vhs-Landesverbands NRW im Landtag von Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022.
Die Volkshochschulen sind traurig über den großen Verlust und dankbar für die gemeinsamen Jahre zum Wohle der Weiterbildung. Sie werden Prof. Dr. Rita Süssmuth ein ehrendes Andenken bewahren.
Der Nachruf des Deutschen Volkshochschul-Verbandes ist hier nachzulesen.