Abschluss eines Empowerment-Projekts
Jede Reise beginnt mit einem Schritt – doch was, wenn der Weg ungewiss ist, voller Hindernisse, Rückschläge und unerwarteter Wendungen? Von Reisen auf der Suche nach dem verlorenen Ich erzählen Kunstwerke, die seit dem 28. Januar im Haus Buchmühle in Bergisch-Gladbach zu sehen sind. Die Ausstellung ist mehr als Kunst – sie ist ein Einblick in das Erleben, Fühlen und Kämpfen von Menschen mit psychischen Erkrankungen. Die ausgestellten Werke erzählen von Erfahrungen, die oft im Verborgenen bleiben: von ersten Anzeichen, tiefen Krisen, verletzenden Worten und stillen Kämpfen bis hin zu kleinen und großen Fortschritten. Sie zeigen, was geholfen hat, was herausgefordert hat und wie Heilung individuell definiert werden kann.
Die Ausstellung entstand auf Initiative des Vereins Die Kette e.V., der seit 1984 Hilfen rund um das Thema psychische Gesundheit anbietet. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Verein der Freunde und Förderer der VHS e.V. realisiert und von Aktion Mensch gefördert.
Rund 20 Kunstschaffende haben sich daran beteiligt, Bilder, Fotografien, Masken und Skulpturen zu gestalten und zu sammeln. Die Ausstellung ist der Abschluss eines Empowerment-Projektes, das in den vergangenen fünf Jahren das Ziel hatte, Menschen mit psychischen Belastungen im Rheinisch-Bergischen Kreis darin zu bestärken, sich eine Stimme zu verschaffen, Selbstvertrauen zu gewinnen, die eigenen Ressourcen zu erkennen und die eigenen Ziele zu verfolgen.
Die Ausstellung ist bis zum 25. Februar zu sehen.
Im „Bürgerportal in GL“ gibt einer einer der Projektbeteiligten Einblick in seine eigene Reise. Der Text ist hier zu lesen.