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Volkshochschulen bleiben digital geöffnet

Stellungnahme des Landesverbandes vom 08.01.2021

08.01.2021

Während die Türen der Volkshochschulen in diesen Wochen für den Präsenzbetrieb geschlossen bleiben, wird der kommunale Weiterbildungsbetrieb in den digitalen Lern- und Dialogräumen der 131 Volkshochschulen in NRW fortgesetzt und permanent ausgebaut. Ihrem öffentlichen Auftrag verpflichtet, bleiben die Volkshochschulen online erreichbar für alle, die nach Angeboten des lebenslangen und lebensbegleitenden Lernens vor Ort suchen.

Mit eigenen digitalen Lernplattformen verfügen die Volkshochschulen bereits heute über eine herausragende und erprobte Infrastruktur, mit der sie in der Lage sind, die Vielfalt der eigenen Weiterbildungsangebote ortsunabhängig für die Bürger*innen in den Kommunen zugänglich zu machen. Dabei reagieren sie in der Corona-Pandemie mit Angeboten auf kurzfristige Lernbedarfe der unterschiedlichen Zielgruppen, insbesondere bei der Vermittlung digitaler Kompetenzen.

Bereits vor dem Auftreten von Covid-19 haben Volkshochschulen entscheidende Schritte in der Digitalisierung gemacht: Die vhs.cloud als digitale Arbeits- und Kursumgebung ab 2018, das vhs-Lernportals als führendes Angebot zum digitalen Lernen in Integration und Grundbildung, DigiCircles als Labor der digitalen vhs, Smart Democracy als erfolgreiche bundesweite Veranstaltungsreihe der politischen Bildung im Livestream und ungezählte einzelne Angebote von Volkshochschulen in NRW und ganz Deutschland sind Meilensteine, die Erfahrungsschatz erweitern halfen. Auf dieser Basis konnte im vergangenen Jahr die Zahl von Online-Angeboten an Volkshochschulen kurzfristig vervielfacht werden. Die eindrucksvoll unter Beweis gestellte Flexibilität und Innovationskraft der Volkshochschulen zahlt sich jetzt erneut aus in einer Phase, in der Präsenzkontakte massiv eingeschränkt sind und der Zeitpunkt der Wiederaufnahme eines klassischen Regelbetriebs unsicher ist.

Im Ausnahmezustand der Corona-Pandemie übernehmen die Volkshochschulen zudem die Funktion offener digitaler Dialogforen und online zugänglicher Werkstätten der Demokratie. Dabei bieten die vhs ihren Kooperationspartnern und der Stadtgesellschaft virtuelle Begegnungs- und Arbeitsräume, um sich trotz Kontaktbeschränkungen zu vernetzen, auszutauschen, in den Dialog zu treten und damit gemeinsam zivilgesellschaftliches Leben und politisches Handeln zu fördern.

Die einzelne Volkshochschule ist dabei nicht nur eine vertraute und neutrale Institution in der Kommune, sondern auch ein digitales Kompetenzzentrum. Die Kommune kann auf die vhs bauen, wenn es darum geht kurz- und langfristig die flächendeckende Stärkung digitaler Schlüsselkompetenzen (in den Bereichen Anwendung, Kommunikation und Kollaboration, Informations- und Medienkompetenz, Digitales Lehren und Lernen, Contententwicklung u.v.m.) in kommunalen Einrichtungen, Betrieben und der Stadtgesellschaft insgesamt zu verankern und zu fördern.

Diese Schlüsselkompetenzen für das Leben in einer digitalisierten Welt sind nicht nur im Kontext der Pandemie und des Lockdowns von höchster Bedeutung, sondern prägen und durchdringen in zunehmendem Maße das gesellschaftliche Miteinander in einer „neuen Normalität“. Die Volkshochschule spielt über die Corona-Krisenmonate hinaus eine entscheidende Rolle, das lebenslange Lernen in einer sich dynamisch verändernden Gesellschaft zu begleiten, die digitale Kluft zu schließen und digitalisierte Bildung für alle zu bieten.

Dateien zum Download:
20210108_Volkshochschulen_bleiben_digital_geoeffnet.pdf289 K

 


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