Landesfachkonferenz Sprachen NRW: "vhsBarCampSprachenNRW"

#vhscampspr – Landesfachkonferenz Sprachen als Barcamp in und mit der VHS Dortmund am 24. November 2014

„BarCamps sind die reale Umsetzung der virtuellen Kommunikation im Web 2.0. Jeder darf dort schreiben und ein Thema eröffnen, jeder darf andere Beiträge kommentieren und sich an Diskussionen beteiligen: Jeder ist mal Lehrender und mal Lernender!“ So wurden die VHS-Kolleg/-innen im Sprachenbereich vom Barcamp-Moderator Karlheinz Pape auf die Veranstaltung eingestimmt. Die Resonanz war groß: Über 80 Anmeldungen bekam der Landesverband für diese Konferenz ohne vorherige Inhaltsplanung. Die Inhalte wurden von den „Teilgebenden“ am Tag selber spontan in Form von Sessions angeboten. Insgesamt 15 Sessions fanden zu unterschiedlichsten Themen statt, die bei allen Teilnehmenden und Teilgebenden Anklang fanden: „Wie Teilnehmende für das Standardangebot gewinnen?“, „Unterrichtsqualität durch Hospitationen beeinflussen“, „Generationenwechsel und Wissenstransfer“, „Open Educational Resources, „Erfahrung mit neuen Medien“, „Deutsch für Asylbewerber“, „Demystifizieren des GER“ sind nur einige Beispiele aus dem vielfältigen thematischen Session-Angebot.

Die Form des Barcamps wurde von den Anwesenden als sehr positiv empfunden: „Alle Themen, bei denen ich war, waren auch meine Themen“, so eine Teilnehmerin. Mit einem Dankeschön an den Kooperationspartner VHS Dortmund und mit der Aussage, dass einige Themen aus den Sessions 2015 in Form von Arbeitsgruppen vertieft werden, beschloss Filip Dedeurwaerder-Haas das erste Barcamp.

Unter dem Twitter-Hashtag #vhscampspr findet sich eine kurze „live“ Nachlese, Karlheinz Pape hat einige Filme zu diesem Barcamp online zur Verfügung gestellt:

·         http://youtu.be/RrGMYKogO9M

·         http://youtu.be/-LMLUszY-MY

·         http://youtu.be/aVdhKW6j03k

·         http://youtu.be/n_c3ZWAs2g8

Ansprechpartner: Filip Dedeurwaerder-Haas, Fon 0211 54214116, dedeurwaerder(at)vhs-nrw.de

Fotoprotokoll

Veranstaltungsankündigung

Am 24. November 2014 in der VHS Dortmund findet die Landesfachkonferenz Sprachen als BarCamp statt.

Unter Externer Link, öffnet neues Fensterhttps://openspacer.org/41-vhsbarcampsprachennrw/  finden sich Informationen und Anmeldemöglichkeiten.

Erste Teilnehmer-Info zur ersten Einstimmung auf das BarCamp:

Wie können Bildungsformate im analogen und im digitalen Raum zusammen gebracht und neu gedacht werden, ist eine der Kernfragen auch für die vhs. Deshalb haben wir ganz bewusst eine Konferenz-Form gewählt, die aus Lern-Erfahrungen im digitalen Raum entstanden ist, eine sog. „Un-Konferenz“ im Format BarCamp.

BarCamps sind die reale Umsetzung der virtuellen Kommunikation im Web 2.0. Jeder darf dort schreiben und ein Thema eröffnen, jeder darf andere Beiträge kommentieren und sich an Diskussionen beteiligen: Jeder ist mal Lehrender und mal Lernender! Dabei haben sich ein paar ungeschriebene Regeln gebildet:

·         Man kommuniziert immer auf gleicher Augenhöhe.
Dabei ist es völlig egal, ob jemand Professor oder Schüler ist. Das einzige was zählt, sind die Beiträge.

·         Unterschiedliche Perspektiven sind erwünscht.
Verschiedene Sichtweisen beleben die Diskussion und schaffen schneller ein rundes Bild.

·         Der Umgangston ist erkennbar wertschätzend.
Wer ein paar Mal unangenehm angesprochen wurde, wird sich ja auch nicht mehr die Mühe des Beitragens machen. Deshalb achtet die Community meist selbst auf die Einhaltung wertschätzender Kommunikation.

·         Nur Freiwillige machen mit.
Jeder kann auch jederzeit zwischen aktiver und passiver Teilnahme entscheiden.

Wenn das in unzähligen Fach-Communities virtuell funktioniert – auch ohne dass sich die Personen jemals gesehen haben – dann müsste das doch auch in reale Kommunikations-Situationen übersetzbar sein, war die Überlegung vor den ersten BarCamps. Damit diese selbstorganisierte Kommunikation an einem Konferenz-Tag mit vielen Menschen funktioniert, hat sich folgender Ablauf eingespielt:

Der Veranstalter stellt mehrere Räume zur Verfügung, strukturiert den zeitlichen Ablauf und bemüht sich um die richtige Atmosphäre, die Kommunikation wertschätzend und auf gleicher Augenhöhe gestattet. Alles andere machen die Teilnehmer selber – die man hier besser „Teilgeber“ nennt. Nach einer Einstimmung am Morgen wird die Agenda für den Tag gemeinsam erstellt, ausschließlich aus Vorschlägen aus dem Plenum. Dabei übernehmen einzelne „Teilgeber“ die Gestaltung einer „Session“ in einem Raum. Eine Session dauert 45 Minuten, und kann als Erfahrungsbericht gestaltet sein, aber auch mit einer Frage starten, die gleich die Diskussion mit allen Session-Besuchern startet. Die meisten Sessions haben einen hohen Diskussionsanteil.

Mit BarCamps dreht man das Konferenz-Prinzip um: Nicht vorher ausgewählten Referenten bekommen das Rederecht, sondern die Expertise des gesamten Plenums wird zur inhaltlichen Gestaltung der Konferenz genutzt. Und das ist meist erheblich mehr Expertise, als ein Referent allein aufbringen kann. Und aus den vielen Perspektiven der anderen „Teilgeber“ kann man sich sein eigenes Bild viel besser zusammensetzen, als wenn man nur einem Referenten mit einer Perspektive folgt.

Für das vhsCampSprachen NRW haben wir eine eigene Homepage eingerichtet: https://openspacer.org/41-vhsbarcampsprachennrw/. Darauf können Sie sich anmelden, entweder mit Ihrer Email-Adresse oder mit einem schon vorhandenen persönlichen Social Media-Profil. Einfach „Jetzt am Event anmelden“ rechts klicken.

Bitte speichern Sie sich die Startseite als Lesezeichen ab. Nur wer die URL kennt, kann die Seite aufrufen. Suchmaschinen sollen die Seite nicht finden. Wenn Sie angemeldet sind, finden Sie die Seite auch unter https://openspacer.org/ und dann oben Ihren Namen anklicken und „Meine Events“.

Seien Sie also ein wenig gespannt auf den Wechsel des Konferenz-Formates der von der bisherigen Landeskonferenz Sprachen zu einer Un-Konferenz als BarCamp!

Karlheinz Pape


Zweite Teilnehmerinfo zur Einstimmung auf das vhsCampSprachen NRW am 24.11.2014

Die diesjährige Landesfachkonferenz Sprachen NRW wandelt sich vom klassischen zum Un-Konferenz-Format. Eine erste Einstimmung dazu haben wir Ihnen hier schon gegeben (Link zum Text oben). Der Tag wird als BarCamp gestaltet – von Ihnen. Keine Sorge, das braucht kaum Vorbereitung. Sie können dort eine Erfahrung darstellen, die Sie mit neuen oder bewährten Lehr- oder Lern-Situationen  gemacht haben. Sie können auch zu einem Sie drängenden Problem nach Ideen oder Lösungen fragen. Sie können aber auch einen Vortrag halten. Alle Sessions  werden morgens im Plenum in drei Sätzen von den Session-Gebern persönlich vorgestellt. Damit man weiß, worum es geht und wer das gestaltet.

Die so gefüllte Agenda (mehrere 45-Minuten-Sessions parallel, stündlicher Wechsel zur nächsten Session-Runde) erlaubt allen „Teilgebern“ jederzeit das persönlich interessanteste Thema zu wählen. Das gilt auch innerhalb einer Session. Es kann ja sein, dass man sich unter dem Thema doch etwas anderes vorgestellt hatte. Dann hat jeder zwei Möglichkeiten: entweder man bringt sich inhaltlich so in die Diskussion ein, dass das Thema in die gewünschte Richtung geht, oder man verlässt die Session um eine andere zu besuchen. Das sind bei BarCamps keine Unhöflichkeiten – und auch keine Bewertungen der Session-Geber, nur andere eigene Vorstellungen.

Selbstorganisation ist das Grundprinzip des Web 2.0, von Lernen 2.0 und von BarCamps. Keine hierarchischen inhaltlichen Planungen und Festlegungen eines Veranstalters, die Teilgeber (oder auch die Lernenden) entscheiden vollkommen autark, was für sie gerade wichtig ist, ob sie sich einbringen oder lieber zuhören wollen. Beinahe alle Teilgeber entscheiden sich bei BarCamps für den ständigen Wechsel, mal sind sie Gebende mal Nehmende, oder mal Lehrende mal Lernende. Das scheint normaler menschlicher Kommunikation am nächsten zu liegen, denn es braucht erstaunlicherweise keine Eingewöhnung.

Vielleicht haben Sie ja schon Ideen, die Sie dort in einer Session einbringen, oder mit anderen diskutieren wollen. Sie dürfen auch mehrere Sessions gestalten, wenn Sie mögen. Powerpoint ist dafür gar nicht nötig. Die Themen dürfen auch ganz ungewöhnlich sein. Lassen Sie sich einfach überraschen, wer sich noch dafür interessiert. Auch wer keine eigene Session anbietet, erlebt in BarCamps überraschende Themen, von denen man meist vorher noch nicht einmal wusste, dass es sie gibt. Unser klassischer Weg nach Lernzielen vorzugehen, ist bei BarCamps nicht möglich. Dafür eröffnen sich völlig neue „unplanbare“ persönliche Lern-Wege.

Wenn Sie mögen, können Sie schauen, ob es schon Themenvorschläge gibt: https://openspacer.org/41-vhsbarcampsprachennrw/ unter „Sessionvorschläge“. Vielleicht haben Sie ja auch schon einen Vorschlag?

Wir freuen uns auf Sie und ein spannendes vhsCamp Sprachen!

Karlheinz Pape